Im Bereich Schutz Kritischer Infrastrukturen ist eine grosse Anzahl verschiedener Stellen aktiv. Dem Austausch zwischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft kommt dabei eine grosse Bedeutung zu. Die Zusammenarbeit darf sich indes nicht nur auf nationaler Ebene beschränken: SKI ist nicht zuletzt aufgrund der grossen Verflechtung von kritischen Infrastrukturen eine stark international ausgerichtete Thematik. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS organisiert deshalb zum einen eigene SKI Konferenzen (wie z.B. die ICCR), zum andern nimmt das BABS an relevanten Konferenzen über den Schutz Kritischer Infrastrukturen teil, um dort über die Schweizer Aktivitäten zu orientieren und den Informationsaustausch zu pflegen.
Veranstaltungen zum Schutz Kritischer Infrastrukturen
BABS führte Praxis-Forum zu kritischen Infrastrukturen und Naturgefahren durch
Im Rahmen der Geoprotecta in St.Gallen hat am 11. November 2010 eine vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS mit organisierte Fachveranstaltung zum Thema „Naturgefahren & Ausfall von kritischen Infrastrukturen“ stattgefunden.
Die Referenten zeigten auf, dass der Schutz von kritischen Infrastrukturen ein Thema mit wachsender Bedeutung ist. Anhand der Grundstrategie des Bundesrates zum Schutz Kritischer Infrastrukturen machte das BABS deutlich, dass dabei ein umfassender Ansatz notwendig ist: Einerseits sind kritische Infrastrukturen gegen ein umfassendes Gefahrenspektrum zu schützen, andererseits müssen auch die Schutzmassnahmen umfassend sein. Einen besonderen Stellenwert nimmt in diesem Zusammenhang das Kontinuitätsmanagement ein. Ein Referent von IBCOL erläuterte die Grundzüge dieses Konzepts und erteilte verschiedene Tipps zur Implementierung des Kontinuitätsmanagements auf der Ebene der Krisenorgane.
Im Sinne eines konkreten Fallbeispiels zeigte ein Referent des Amtes für Abfall, Wasser, Energie und Luft des Kantons Zürich weiter auf, welche Herausforderungen beim Schutz von kritischen Infrastrukturen im Raum Zürich im Zusammenhang mit der Hochwassergefahr bestehen.
Anschliessend machte ein Referent der SBB deutlich, welche Anstrengungen die Betreiber von kritischen Infrastrukturen unternehmen, um grossflächige Ausfälle zu vermeiden, respektive welche Lehren aus Ereignissen wie dem Stromausfall bei der SBB von 2005 gezogen wurden.
In der durch die ETH Zürich moderierten Diskussion wurde zum Schluss unter anderem die Frage diskutiert, wie das Konzept des Schutzes Kritischer Infrastrukturen auf Stufe Kanton oder Gemeinde / Städte umgesetzt werden kann.
An der gut besuchten Veranstaltung waren über 50Teilnehmer von Gemeindeführungsstäben, regionalen und kantonalen Führungsorganen sowie Betreiber von kritischen Infrastrukturen, Mitarbeitende von lokalen und kantonalen Verwaltungen in den Bereichen Naturgefahren und SKI, Partnerorganisationen des Bevölkerungsschutzes und BCM-Verantwortliche vertreten.
- Tagungsbericht Praxis-Forum SKI
Publiziert am: 02.02.2011 | Grösse: 1780 Kb | Typ: PDF
Referenten
- Dr. Stefan Brem, Chef Risikogrundlagen und Forschungskoordination, Bundesamt für Bevölkerungsschutz
- Dr. Urs Cipolat, Senior Manager, IBCOL Technologies & Consulting AG
- Matthias Oplatka, Sektionsleiter, Kanton Zürich, Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft AWEL
- Bruno Schärer, Leiter Krisenorganisation, Schweizerische Bundesbahnen SBB
Moderation
BABS-Konferenz ICCR
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS hat am 26. und 27. August 2008 in Davos eine internationale Konferenz über den Schutz Kritischer Infrastrukturen (SKI) durchgeführt. 18 renommierte Experten aus dem In- und Ausland boten im Rahmen von sechs Diskussionsrunden einen vertieften Einblick in verschiedene Bereiche der SKI-Thematik. Ein Schwerpunkt der 1st International Conference on CIP and Resilience (ICCR) bildete das Konzept des integralen Risikomanagements. So wurde unter anderem dargelegt, dass es mit Hilfe eines ganzheitlichen Vorgehens möglich ist, den Schutz kritischer Infrastrukturen über den physikalischen Aspekt hinaus zu erweitern. Von grosser Bedeutung ist dabei vor allem die Stärkung der sozialen und systemischen Belastungsfähigkeit von Infrastrukturen.
Die ICCR fand im Rahmen der International Disaster and Risk Conference (IDRC) statt, an der während einer Woche mehr als 1200 Personen aus über 100 Ländern teilgenommen haben. Die ICCR setzte die Reihe von fünf Konferenzen fort, die als Schweizer Beitrag für 'Partnerschaft für Frieden (PfP)' und 'Euro-Atlantischer Partnerschaftsrat (EAPC)' zwischen 2003 und 2007 durchgeführt wurden.
Externe Veranstaltungen
Teilnahme des BABS an der Critis’11: Konferenz zum Schutz Kritischer Infrastrukturen
In enger Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern, Branchenexperten und Fachleuten aus anderen Bundesstellen und Kantonen befasst sich das Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS seit Jahren intensiv mit der Frage, wie die wichtigsten Sektoren der kritischen Infrastrukturen geschützt werden können. Das BABS hat sich daher an der 6. Internationalen Konferenz Critis’11 an der Hochschule Luzern beteiligt, zu der sich Vertreterinnen und Vertreter von Behörden, Forschungseinrichtungen und der Wirtschaft getroffen haben. Gemeinsam hat man sich über die geeigneten Massnahmen zum Schutz von kritischen Informationsinfrastrukturen ausgetauscht. Die Teilnehmer befassten sich konkret mit der Überlebensfähigkeit von Informationsinfrastrukturen, Internet-Schwachstellen, Gefährdungen aus dem Internet oder Sicherheitsbedenken in Bezug auf neue Anwendungen, wie Smart Grids und Cloud Computing. Weitere Themen waren länderübergreifende Partnerschaften und forensische Methoden, um Internetkriminellen auf die Spur zu kommen.
Die Fachkonferenz Critis findet das sechste Mal in Folge statt. Ziel von Critis ist es, Fachpersonen aus Wissenschaft, Politik, Verwaltung und Wirtschaft zusammenzubringen, um den Schutz von Kritischen Infrastrukturen national wie international zu verbessern.
- IRRIIS & CRUTIAL: Public Workshop
Das BABS hat vom 3.-4. Februar 2009 an einem Workshop der internationalen Forschungsprojekte IRRIIS (Integrated Risk Reduction of Information-based Infrastructure Systems) und CRUTIAL (CRitical Utility InfrastructurAL resilience) teilgenommen. Zudem trat ein Vertreter des BABS an der Schlussdiskussion als Referent auf.
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- Groupe Information Et Sécurité (GRIFES): Programme de protection des infrastructures critiques
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS hat am 2. Dezember 2008 in Genf das Programm zum Schutz Kritischer Infrastrukturen vorgestellt. Dabei wurde ausführlich über die Hintergrunde und Organisationsform des SKI-Programms sowie den Stand der Arbeiten in den verschiedenen Projekten orientiert.
Weitere Informationen
- Präsentation PPT
nur in französisch
Publiziert am: 24.03.2009 | Grösse: 4897 Kb | Typ: PDF
- Stiftung Risiko-Dialog: Blackout: Vernetzt - Verletzt?
Am 29. Oktober 2008 diskutierten in Zürich verschiedene Experten über die Bedeutung von IT-Systemen in der Stromversorgung. Unter anderem beurteilten Spezialisten aus der IT- und der Strombranche die Risiken und Bedrohungen in diesem Zusammenhang.
Weitere Informationen
- CRITIS 08
In Frascati (ITA) hat vom 13. - 15. Oktober 2008 der dritte Internationale Workshop über den Schutz Kritischer Infrastrukturen (CRITIS 08) stattgefunden. Dabei standen die Herausforderungen, die sich in Zusammenhang mit kritischen Informationsinfrastrukturen (SKII) ergeben, im Vordergrund. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS war zum einen im Komitee vertreten, das die wissenschaftlichen Beiträge entgegen nimmt, zum anderen trat der SKI-Programmleiter als Referent an der Schlussdiskussion auf.
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