22.02.2012 - An seiner Sitzung vom 22. Februar 2012 hat der Bundesrat beschlossen, die Bundeskanzlei mit der Durchführung einer strategischen Führungsübung zu beauftragen. Das Thema der Übung wird ein Cyberangriff auf die Schweiz sein. Die Übung wird aus vier Teilen bestehen und von September 2012 bis Mai 2013 stattfinden.
Strategische Führungsübungen haben eine doppelte Funktion: Sie müssen es einerseits ermöglichen, innerhalb der Bundesverwaltung auf strategischer Ebene zu reflektieren, was im Fall einer ausserordentlichen Lage, die vom Bundesrat klare Entscheidungen verlangt, zu tun ist. Andererseits muss damit auch die interdepartementale Koordination in einer solchen Lage evaluiert werden können.
Bei früheren strategischen Führungsübungen ging es 2005 um die Bewältigung einer nationalen Pandemie, ausgelöst durch ein Schweinegrippe-Virus. 2009 war eine Strommangellage der Übungshintergrund.
Die beübten Themen sind auch für das Programm zum Schutz Kritischer Infrastrukturen (SKI) relevant: Notfallpläne bei der Bewältigung einer Pandemie stellen ein zentrales Element der Kontinuitätsplanung bei Kritischen Infrastrukturen (KI) dar. Die Stromversorgung ist zentral für das Funktionieren sämtlicher KI und auch der Gesellschaft, Wirtschaft und den Staat insgesamt. Durch die starke Durchdringung der KI mit IT-Komponenten (Steuerung, Internet, etc.) kommt dem Schutz vor Cyberangriffen eine grosse Bedeutung zu, wobei die IT-Infrastruktur auch gegenüber Naturgefahren und technischem Versagen verletzlich ist, was eine ganzheitliche Betrachtung erforderlich macht.