Seite drucken | Fenster schliessen
Bevölkerungsschutz

Rechtsgrundlagen im Kulturgüterschutz

Die Rechtsgrundlagen im Kulturgüterschutz

Breite rechtliche Basis

Unter dem Einfluss der Schäden, die während des Zweiten Weltkrieges auch zahlreiche Kulturgüter betrafen, wurde am 14. Mai 1954 in Den Haag (NL) das sogenannte "Haager Abkommen für den Schutz von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten" verabschiedet. Mit dem Beitritt zum "Haager Abkommen" im Jahre 1962 verpflichtete sich die Schweiz, den Schutz des Kulturguts auf ihrem Gebiet und denjenigen auf dem Hoheitsgebiet anderer Vertragspartner zu verwirklichen und zu respektieren. Im Bundesgesetz über den Schutz der Kulturgüter bei bewaffneten Konflikten vom 6. Oktober 1966 wurden die Rahmenbedingungen dafür festgelegt.


Internationale Rechtsgrundlagen

  • Haager Abkommen vom 14. Mai 1954 für den Schutz von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten mit 1. Protokoll.
  • Zweites Protokoll von 1999, durch die UNESCO am 9. März 2004 in Kraft gesetzt.

Verbindliche nationale Rechtsgrundlagen

  • Bundesgesetz über den Schutz der Kulturgüter bei bewaffneten Konflikten vom 6. Oktober 1966 (Kulturgüterschutzgesetz, KGSG).
  • Verordnung vom 17. Oktober 1984 über den Schutz der Kulturgüter bei bewaffneten Konflikten (Kulturgüterschutzverordnung, KGSV).
  • Bundesgesetz über den Bevölkerungsschutz und den Zivilschutz (Bevölkerungsschutz- und Zivilschutzgesetz BZG) vom 4. Oktober 2002. Es ist seit 1.1.2004 in Kraft.

 

Weitere Grundlagen und Querbezüge

Ausserdem bestehen Weisungen sowie Querbezüge, die auch den KGS betreffen, in anderen Bundesgesetzen, z. B. im

  • Bundesgesetz über den Kulturgütertransfer (KGTG), das 2005 in Kraft tritt, sowie im
  • Bundesgesetz über den Natur- und Heimatschutz (NHG), 1966.
  • Hinzu kommen zahlreiche kantonale und kommunale Erlasse oder Bestimmungen, die es je nach Situation zu berücksichtigen gilt.

 

Grundsätze für den Kulturgüterschutz

Zusammenfassend kann man sagen, dass das Haager Abkommen ein internationales Abkommen zum Schutz der Kulturgüter bei bewaffneten Konflikten darstellt. Dieser Schutz setzt sich aus der Sicherung durch vorsorgliche Massnahmen schon in Friedenszeiten sowie aus der Respektierung des eigenen und fremden Kulturgutes im Konfliktfall zusammen.

Für Fragen zu dieser Seite: Kulturgüterschutz

Downloads

  • Weisungen

    über die Bundesbeiträge an Sicherstellungsdokumentationen und Sicherheitskopien im Bereich des Kulturgüterschutzes (WSSD) vom 8. August 2011

    Publiziert am: 29.11.2011 | Grösse: 250 Kb | Typ: PDF

  • Begleitbericht

    Publiziert am: 29.11.2011 | Grösse: 128 Kb | Typ: PDF

  • Weisungen

    über die Herstellung, Handhabung, Verarbeitung und Lagerung von Mikrofilmen im Bereich des Kulturgüterschutzes vom
    7. August 2009

    Publiziert am: 28.10.2009 | Grösse: 1727 Kb | Typ: PDF

  • Begleitbericht

    Publiziert am: 16.11.2009 | Grösse: 197 Kb | Typ: PDF

Seite drucken | Fenster schliessen