Grundlagen für vorsorgliche Planung und Ereignisvorbereitung
Organisationen, die sich mit der Bewältigung von Katastrophen und Notlagen beschäftigen, sind mit einem vielfältigen und breiten Spektrum von Ereignissen konfrontiert – natur-, technik- und gesellschaftsbedingten Katastrophen und Notlagen. Die Bewältigung solcher Gefährdungen muss organisiert und geplant werden. Um eine systematische Übersicht über das Gefährdungspotential von möglichen Katastrophen und Notlagen zu gewinnen, behelfen sich die verantwortlichen Organisationen im Rahmen des Katastrophenmanagements der Gefährdungs- bzw. Risikoanalyse. Dabei werden das Spektrum von möglichen Gefährdungen identifiziert, konkrete Szenarien dazu entwickelt, deren Auswirkungen differenziert analysiert und die Eintrittswahrscheinlichkeit der beschriebenen Szenarien abgeschätzt. Mit der nationalen Gefährdungsanalyse von Katastrophen und Notlagen Schweiz schafft das Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS Grundlagen für die vorsorgliche Planung und Ereignisvorbereitung auf allen staatlichen Ebenen.
Verschiedene Produkte
Im Rahmen der Arbeiten zur nationalen Gefährdungsanalyse wurden folgende Produkte entwickelt, die periodisch aktualisiert werden:
In einem ersten Schritt hat das BABS 2012 zwölf Gefährdungen detailliert analysiert. Zusammen mit Expertinnen und Experten von Bund, Kantonen, Gemeinden, Wirtschaft und Wissenschaft hat es die Risikopotenziale eruiert. Die Resultate der ersten Analysephase sind im Risikobericht 2012 dokumentiert.
Zurzeit wird die Analyse um weitere 21 Gefährdungen erweitert.
Die Methode zur Risikoanalyse von Katastrophen und Notlagen Schweiz dokumentiert das Vorgehen und die angewandte Metrik in der nationalen Gefährdungsanalyse.
Der Gefährdungskatalog ist eine Zusammenstellung möglicher Gefährdungen. Er stellt eine Übersicht über denkbare Ereignisse und Entwicklungen dar, ohne diese zu priorisieren.
Weitere Informationen
Für jede Gefährdungen werden vorhandene Informationen aufgearbeitet, dazu systematisch aufgebaute Szenarien entwickelt und in einem sogenannten Gefährdungsdossiers zusammengestellt. Die Szenarien in den Gefährdungsdossiers sind die Grundlage für die Risikoanalyse.
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