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Bevölkerungsschutz

Eidgenössische Kommission für ABC Schutz KomABC

Schutz vor atomaren, biologischen und chemischen Gefahren
Ein umfassender Schutz vor atomaren (nuklearen und radiologischen, A), biologischen (B) und chemischen (C) Risiken und Bedrohungen der schweizerischen Bevölkerung und ihrer Lebensgrundlagen hat stark an Aktualität und Bedeutung gewonnen. Mit der Eidgenössischen Kommission für ABC-Schutz (KomABC) steht dem Bundesrat, den Behörden und weiteren Organisationen ein beratendes Fachgremium zur Verfügung.

 

Erstellung einer Strategie ABC-Schutz Schweiz
Die Änderung der sicherheitspolitischen Lage in den letzten Jahren hatte auch einen Einfluss auf die Neubeurteilung der Gefährdung der Bevölkerung infolge von ABC-Ereignissen. Um auf diese Veränderung reagieren zu können, hat die Eidgenössische Kommission für ABC-Schutz (KomABC) im Projekt "Nationaler ABC-Schutz" Massnahmen zur Verbesserung des ABC-Schutzes in der Schweiz erarbeitet und in der Strategie "ABC-Schutz Schweiz" vom 26. Juni 2007 festgehalten. Die Strategie soll garantieren, dass die Schweiz mittel- und langfristig auf ein mögliches A-, B- oder C-Ereignis bestmöglich vorbereitet ist. Der bisherige AC-Bereich wurde dabei durch den B-Bereich ergänzt, was eine flexiblere, effizientere und umfassendere Beurteilung der Gefährdungslage und der Umsetzung der erforderlichen Massnahmen mit sich bringt.

 

Ausserparlamentarische Verwaltungskommission, dem BABS angegliedert
Die Eidgenössische Kommission für ABC-Schutz (Kommission) ist eine ständige, ausserparlamentarische Verwaltungskommission im Sinne der Kommissionenverordnung vom 3. Juni 1996. Sie ist administrativ dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS im Eidgenössischen Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport VBS angegliedert.

 

Aufgaben der KomABC
  • Sie nimmt bei Vernehmlassungen oder Anhörungen zu Gesetzen und Verordnungen im ABC-Bereich oder mit Auswirkungen auf den ABC-Bereich Stellung.
  • Sie verfasst Empfehlungen und Stellungnahmen zu Fragen des ABC-Schutzes und stellt den zuständigen Departementen Anträge für deren Umsetzung.
  • Sie aktualisiert periodisch die Strategie "ABC-Schutz Schweiz" und schlägt Massnahmen zur Verbesserung des Nationalen ABC-Schutzes vor.
  • Sie berät die im Rahmen der Einsatz- und Notfallorganisationen im Bereich ABC-Schutz mit Aufgaben betrauten Stellen von Bund und Kantonen.
  • Die eidgenössischen Departemente sowie die Kantone können der Kommission Anträge zu Abklärungen im Bereich ABC-Schutz stellen.
  • Die Kommission arbeitet auf dem Gebiet des Strahlenschutzes mit der Eidgenössischen Kommission für Strahlenschutz und Überwachung der Radioaktivität KSR und der Eidgenössischen Kommission für nukleare Sicherheit KNS zusammen. Auf dem Gebiet des B-Schutzes arbeitet sie mit der Eidgenössischen Fachkommission für Biologische Sicherheit EFBS zusammen.

 

15 Mitglieder und weitere 120 Fachleute

Die Aufgaben und Arbeiten der KomABC werden durch fünfzehn, vom Bundesrat gewählte Mitglieder ausgeführt. Die Kommission setzt sich zusammen aus Vertretern des Bundes, der Kantone, aus der Industrie und Forschung und repräsentiert damit die relevanten Partner im Nationalen ABC-Schutz. Ihnen stehen rund 120 Fachleute aus Wissenschaft, Industrie, Politik, Armee und Verwaltung zur Seite. Die Mitglieder führen periodische Lagebeurteilungen durch, welche die Entwicklungen im ABC-Bereich, die sich daraus ergebenden Konsequenzen und die allenfalls notwendigen Massnahmen aufzeigen. Dazu werden auch die notwendigen Netzwerke und internationalen Kontakte gefördert. Ansprechpartner sind in erster Linie der Bundesrat, Kantone, Behörden und Organisationen, aber auch die Öffentlichkeit.

 

Leitung
  • Benno Bühlmann, Präsident, Vorsteher Amt für Umweltschutz, Klausenstrasse 4, 6460 Altdorf
  • Dr. Marc Cadisch, Vizepräsident, Leiter LABOR SPIEZ, 3700 Spiez

 

Foto Benno Bühlmann

Foto Marc Cadisch

Wissenschaftliches Sekretariat
  • Geschäftsstelle Nationaler ABC-Schutz, LABOR SPIEZ, 3700 Spiez

 

Mitglieder

Kantone

  • Dr. Urs Vögeli (Schweizerische Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren, GDK)
  • Dr. Stefan Leutert (Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und -direktoren, KKJPD)
  • Martin Widmer (Regierungskonferenz Militär, Zivilschutz und Feuerwehr, RK MZF) 
  • Lic. iur.  Beat Müller (Feuerwehr Koordination Schweiz, FKS)

Bund

  • Dr. Marc Cadisch (Bundesamt für Bevölkerungsschutz)
  • Br Peter C. Stocker (Führungsstab der Armee FST A)
  • Dr. Hans C. Matter (Bundesamt für Gesundheit BAG)
  • Dr. Ronald Rusch (Eidg. Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI)

Forschung / Industrie - Bereich A

  • Dr. Urs Weidmann (Axpo AG, Kernkraftwerke Beznau)
  • André Besançon (Institut de Radiophysique Appliquée - IRA)

Forschung / Industrie - Bereich B

  • Prof. Dr. Gabriela Pfyffer (Inst. für medizinische Mikrobiologie - Kantonsspital Luzern)
  • Prof. Dr. Jean-Claude Piffaretti (Interlifescience)

Forschung / Industrie - Bereich C

  • Dr. Jacques Wernly (scienceindustries, ehemals SGCI)

Bereich Einsatzorganisation

  • Rudolf Krauer

 

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Zuletzt aktualisiert am: 16.01.2012

Kontakt

  • Eidgenössische Kommission für ABC Schutz
    Geschäftsstelle Nationaler ABC-Schutz
    LABOR SPIEZ
    CH-3700 Spiez

    Telefon +41 33 228 15 88
    Telefax +41 33 228 14 04

    E-Mail

 

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